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Gefährliche Propaganda-Schlacht

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Viele Menschen, friedliche Proteste: Der Kiewer Maidan war ein Symbol für den Wunsch nach Veränderung. Ein Wunsch, der bis jetzt noch unerfüllt blieb. Stattdessen dominieren Gewalt und politische Machtkämpfe. Ein gefährlicher Cocktail. Der Konflikt eskalierte und entwickelte sich zur medialen Propaganda-Schlacht. Ihren zwischenzeitlichen Höhepunkt fand sie im Streit um die ukrainische Halbinsel Krim. Auswirkungen gibt es auch auf religiöser Ebene. Diesen Themen bin ich in unterschiedlichen Radio-Formaten nachgegangen.

Kalter Krieg in der Redaktion? Die Ukraine befindet sich im Umbruch. Das gilt auch für die Medien. Und kaum ist das alte Regime aus den Staatsämtern entfernt, stehen Redaktionen vor einer großen Herausforderung: der Krim-Krise. Diese Krim-Krise ist nicht nur eine politische Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine, Experten sprechen auch von einem „Informationskrieg“. Die Berichterstattung sei durch Desinformation geprägt, erklärte die Menschenrechtsorganisation „Reporter ohne Grenzen“ am Dienstag in Berlin. Medien und Journalisten seien seit Wochen nur Spielball der Propaganda. Zudem würden Journalisten in- und ausländischen Medien wiederholt bei ihrer Arbeit behindert. Ein Gespräch mit Max von Malotki im WDR5-Medienmagazin „Töne, Texte, Bilder“ über Patriotismus und Journalismus.

 

„In Russland erreichen oppositionelle Medien die Masse der Menschen nicht.“

Mitten in der Krim-Krise entdecken Russlands Medien westliche Freiheitsbewegungen. Während die ganze Welt auf die Krim schaut, schauen die russischen Kollegen auf den Rest der Welt. Genauer gesagt auf Unabhängigkeitsbewegungen im Westen. Wir erklären den „medialen Kalten Krieg“ so: Immer, wenn die Argumente ausgehen, werden schiefe Vergleiche mit westlichen Ländern bemüht. So habe Putin nach der Verhaftung der Mitglieder von Pussy Riot gesagt, dass nach einem deutschen Gesetz die Bandmitglieder länger ins Gefängnis gemusst hätten. Verschwiegen wurde, dass die Band in Deutschland nicht belangt worden wäre. Ein Gespräch mit Marlis Schaum bei DRadio Wissen über die mediale Berichterstattung in Russland und der Ukraine.

 

Beten und rebellieren

Gläubige in der ukrainisch-orthodoxen Kirche in Neuss

Gläubige in der ukrainisch-orthodoxen Kirche in Neuss

Die Krise in der Ukraine weitet sich nun auch auf die Kirche aus. Priester werden verschleppt, Gotteshäuser beschädigt. Dabei ist die Mehrheit der Menschen sowohl in Russland, als auch in der Ukraine orthodox. Orthodox ist aber nicht gleich orthodox. Das Kiewer Patriarchat und das Patriarchat in Moskau sind nämlich gespalten. Beide haben unterschiedliche Oberhäupter – und die ukrainisch-orthodoxe Kirche einen Ableger in Deutschland. Ein Besuch für das WDR5-Osteuropamagazin in einer ukrainisch-orthodoxe Kirche in Neuss.

 

(Beitrag von Vassili Golod)

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